Paleo für Faule - Martin Kintrup

Da Paleo-Ernährung ja an sich glutenfrei ist, dachte ich mir, es könnte ja nicht schaden, sich da ein wenig mehr zu informieren. Und eben daher hat es auch dieses Buch in mein Bücherregal geschafft.


Ich muss ja gestehen, der Titel «Paleo für Faule» hat mich angesprochen. Denn das klang einfach nach unkomplizierten Rezepten. Und auch wenn ich gerne koche, so koche ich doch gerne unkomplizierte Dinge, die kein sklavisches Befolgen von Rezepten bedingen, keine schwer beschaffbaren Zutaten beinhalten und nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen.


Und schon die ersten Seiten zeigten, dass das Buch meine Erwartungen erfüllt. Sogar die Einleitung in die Paleo-Ernährung ist kurz und knackig gehalten, kommt ziemlich ideologiefrei daher und beschränkt sich auf die Basics.


Dann geht es schon mit Essen los – und zwar der Frage, welche Lebensmittel aus dem Supermarkt denn paleo-tauglich sind.


Und aus eben diesen Zutaten werden dann im weiteren Buch Speisen zubereitet – gegliedert in die Kategorien Frühstück, Jäger (Fleisch), Fischer (Fisch), Nesträuber (Geflügel), Sammler (Gemüse und Pilze) sowie Paleo-Desserts. Am Ende findet sich dann noch eine Empfehlung, wie man die einzelnen Speisen zu Menüs oder Buffets kombinieren kann.


Zu Beginn von jedem Kapitel finden sich die «schnellen 4» - quasi 4 Zutaten, die für dieses Kapitel stets gute Basis sind (sowohl das das Kapitel bestimmende Nahrungsmittel als auch gute Beilagen zu diesem). Zudem findet man auch immer wieder thematische 4er-Gruppierungen mit schnellen und einfachen Rezepten, wie etwa für 4 verschiedene Gerichte mit Ei, 4 schnelle Dressings, 4 schnelle Rezepte mit Hackfleisch und so weiter. Einfach, übersichtlich und sehr praktisch.


Das Ersetzen von Couscous durch Brokkoli und Blumenkohl sowie von Nudeln durch Zucchetti, das ist einfach nicht so wirklich meines. Es schmeckt zwar nicht schlecht, aber irgendwie fehlt mir dabei einfach etwas. Auch die Frühstücksvarianten mit Smoothies sowie die für meinen Geschmack einfach zu gesunden Desserts (wobei Früchte mit Kokosblütenzucker oder Sorbets durchaus fein sind) müssen nicht sein.


Doch abgesehen davon: Die Rezepte sind einfach nachzukochen und teils auch eine Inspiration für mehr. Ob nun Hühnermedaillons auf Tomatengemüse oder Frittata mit grünen Bohnen – es ist einfach nachgekocht und schmeckt. Und will man doch ein wenig Kartoffeln oder Reis als Beilage, so kann man es ja hinzufügen. Auch das Garnelenrührei mit Zucchetti, das eigentlich als Frühstücksrezept angegeben, aber von mir gerne am Abend gekocht wird, hat es mir wirklich angetan.


Positiv ist auch anzumerken, dass alle Rezepte sättigend sind. Auch die Salate beinhalten stets Nüsse und/oder Proteinquellen, sodass man sich danach wirklich satt fühlt und der Salat auch wie eine Speise und nicht nur wie Kaninchenfutter wirkt.


Somit mein Fazit: Wer alltagstaugliche Paleo-Rezepte sucht, sich aber nicht allzu sehr für das Konzept hinter dieser Ernährung interessiert, findet hier ein perfektes Buch. Wer sich mehr als Paleo-Jünger sieht, sollte es sich jedoch auch zulegen, eben da es viele alltagstaugliche Rezepte bietet und man sich nun mal auch leichter an solch eine Diät halten kann, wenn sie einfach umzusetzen ist.