Libergy


Aufs Libergy stiess ich eher per Zufall. Also vorbeigelaufen, es als interessant befunden, hineingelaufen – und drinnen fand ich eine schier unglaubliche Auswahl an glutenfreien Produkten vor sowie eine glutenfreie Apfelwähe, die mich unglaublich glücklich machte (und von der ich über eine Woche lang jedem, egal ob er es hören wollte oder nicht, vorschwärmte).

 

Doch ich war nicht nur begeistert, ich war auch neugierig und wollte wissen, wer hinter diesem «modernsten Reformhaus der Schweiz» steckt.

Auswahl an süssen Köstlichkeiten
Auswahl an süssen Köstlichkeiten

Die Antwort: Pascal Bättig und Jasmina Vieira. Alles begann damit, dass bei Jasmina Vieira eine Laktoseintoleranz diagnostiziert wurde – und damit das Einkaufen deutlich mühsamer wurde. Sorglos wie früher einfach etwas kaufen? Leider nein. Vielmehr stand mühsames Studieren der Inhaltsstoffe auf dem Plan.

 

Dies führte zur Idee, selbst einen Supermarkt zu eröffnen. Den ersten Supermarkt für Allergiker. Ausgehend von der Laktoseintoleranz wurde recherchiert, was es denn noch alles an Allergien, Unverträglichkeiten, Intoleranzen etc. gibt. So kam man auf Gluten, Fruktose und Histamin. Auch auf Dinge für den Haushalt für bzw. gegen Allergien gegen Hausstaubmilben und Tierhaare sowie Kosmetik für sensible Haut, die einen Platz haben sollten.

 

Als das Libergy dann eröffnet wurde, zeigte sich schnell, das Konzept kam gut an. So gut, dass die Leute nachfragten, warum es nicht noch eine grössere Auswahl gäbe. Warum es denn nicht auch vegetarische und vegane Produkte gäbe. Ob man auch Produkte für die Paleo-Ernährung verkaufen würde. Und so weiter.

 

Daher baute man aus – für Veganer, für Vegetarier, für Menschen mit Arthrose, für Fitness, für Gesundheit im Allgemeinen. Die Zahl der Abteilungen im Geschäft passte sich an die Bedürfnisse der Kunden an und ist auch weiterhin in Entwicklung. Bald soll es auch eine eigene Abteilung für die Ernährung nach Blutgruppen geben.

 

Grosse Auswahl an glutenfreier Pasta
Grosse Auswahl an glutenfreier Pasta

Doch das Libergy hat nicht nur eine dynamische Geschichte, sondern vor allem auch eine, die eng mit uns Zölis verbunden ist:

 

Das Libergy arbeitet seit seinen Anfängen mit der IG Zöliakie zusammen und veranstaltet auch einmal im Jahr ein Zöliakie-Fest, bei dem man sich nicht nur mit anderen Zölis austauschen, sondern auch neue Produkte kennenlernen und verkosten kann.

 

Brot gibt es nicht nur von Schär, Schnitzer und einigen italienischen Marken, sondern auch selbstgebackene Brötli, die total fein schmecken (und für die man sich auch die Mehlmischung kaufen kann, wenn man keine Zeit hat, mehrmals wöchentlich seine Brötli dort vor Ort zu kaufen). Aktuell gibt es nur eine Sorte, doch mehr sind in Entwicklung. An den Wochenenden gibt es zudem saisonal noch mehr frische Produkte: Apfelwähen (habe ich schon erwähnt, dass die so was von geil ist und ich sie liebe??), Zopf und andere Dinge.

 

Auch Produkte anderer Bäckereien, wie etwa Guetzli von Glutenfreie Welt Husic (oder auch Chäschüechli von denen), sind im Sortiment zu finden. Zudem auch Produkte unzähliger glutenfreier Marken, die man nicht an jeder Ecke bekommt und die «nicht glutenfrei» schmecken (ich denke da nur an Happy Farm…).

 

Meine geliebte Apfelwähe
Meine geliebte Apfelwähe

Kommt man mittags vorbei, gibt es auch glutenfreien, veganen Lunch. Bei diesem werden die Produkte ausprobiert und den Kunden vorgestellt. Und bei diesem wird auch einfach gesundes, nachhaltiges Essen genossen.

 

Dass die Arbeit im Libergy auch mit vielen Emotionen verbunden ist, davon berichtet mir Pascal. Dass Kunden kommen und fast zu weinen beginnen, weil sie für sich eine grosse Auswahl vorfinden. Dass Kunden freudestrahlend durch das Geschäft gehen, eben da sie so eine grosse Auswahl haben. Und eben da sie sich so normal fühlen. Denn hier ist man mit Zöliakie nicht die Ausnahme, man muss sich nicht erklären – hier ist man der ganz normale Kunde. Und wenn wir ehrlich sind – um eben dieses Gefühl geht es doch oft. Wir Zölis wollen uns manchmal einfach nur normal fühlen. Und im Libergy fühle ich mich normal.

 

All dies macht stolz, macht Freude und schafft Motivation: Es gibt viele Ideen, vieles ist in Planung. Ob Lifestyle, bewusste Ernährung oder medizinisch notwendige Diät, man orientiert sich an den Kunden. Und das Ziel ist klar – man will offline wie online die grösste Auswahl an glutenfreien Produkten anbieten, sodass bald kein Zweifel mehr besteht: Glutenfrei ist Libergy.


Habt ihr Fragen, wollt einen Kommentar loswerden oder wart sogar schon einmal im Libergy einkaufen? Dann berichtet mir doch davon!

Kommentare: 1
  • #1

    Clara (Samstag, 24 November 2018 16:59)

    Schaut lecker aus, werde ich demnächst auch verkosten